Seitenbandriss

Im Knie gibt es mehrere Bänder, die das Kniegelenk stabilisieren. Das Außenband (Ligamentum collaterale laterale) und das Innenband (Ligamentum collaterale mediale) begrenzen das Kniegelenk und die Gelenkkapsel an den Seiten und stabilisieren das Knie im gestreckten Zustand, während sie bei gebeugtem Knie gelockert sind.

Definition:

Ein Seitenbandriss des Ligamentum collaterale mediale im Knie wird durch Kräfte verursacht, die den Unterschenkel bei gestreckten Bein nach außen drücken (X-Bein Stellung), z.B. beim Fußball oder Skifahren. Wenn das Knie auch noch verdreht wird, kann es auch zu Verletzungen der Kreuzbänder und der Menisken kommen. Diese Verletzungskombination wird „Unhappy Triad“ genannt. Dies wäre eine absolute Operationsindikation.

Das äußere Seitenband reißt, wenn der Unterschenkel nach innen verdreht wird. Diese Verletzung ist aber wesentlich seltener.

Diagnose:

  • Aufklappbarkeit des Kniegelenks nach innen oder außen
  • Instabilitätsgefühl
  • Schwellung
  • Schmerz
  • ev. Gelenkserguß
  • MRT (Magnetresonanztomographie) um Begleitverletzungen zu diagnostizieren

Therapie:

Ein isolierter Seitenbandriss muß nicht operiert werden. Das Kniegelenk wird für 6 Wochen mit einer Schiene ruhiggestellt, wobei die Beugung jeweils nach 2 Wochen um 30 Grad gesteigert wird. In dieser Zeit ist Vollbelastung möglich.

Ist das Seitenband aus dem Knochen ausgerissen, muß es operativ fixiert werden. Bei Verletzungen des vorderen Kreuzbandes und/oder der Menisken ist ebenfalls eine Operation indiziert.

 

Mehr lesen: Hilfe bei Seitenbandriss

Seitenbandriss . Erstellungsdatum: 14. März 2015, Letzte Aktualisierung: 14. März 2015.
Autor: Jakob Eschwé, Physiotherapeut bei Team Physios . Adresse: Kreuzgasse 37/2, Wien 1180, Österreich.

 
 

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