Schienbeinkantensyndrom (Shin Splint)

Schmerzen und Empfindlichkeit entlang des Schienbeins (Tibia) während des Laufens deuten auf ein Schienbeinkantensyndrom (Shin Splints) hin. Das Schienbeinkantensyndrom (auch Shin Splints, mediales tibiales Stress-Syndrom oder Periostitis) ist wahrscheinlich ein Vorläuferstadium einer Stressreaktion oder Stressfraktur der Tibia (Schienbein). Oft kommt es auch zu einer Ansatzreizung der Schienbeinmuskulatur (Muskulus tibialis posterior und Muskulus soleus) durch Überbeanspruchung.

Symptome:

  • Diffuse Druckempfindlichkeit in der unteren Knochenhälfte der Tibia
  • Teilweise sicht- und tastbare Schwellungen
  • Oft können Unregelmäßigkeiten entlang der Tibiakante gespürt werden
  • Meistens muß das Laufen unterbrochen werden. In Ruhe klingt der Schmerz ab, tritt aber bei erneuter Belastung wieder auf, wenn das Sprunggelenk oder die Zehen plantarflektiert werden (beim Abrollen)

Ursachen:

  • Wechseln des Bodenbelages
  • Intensive Steigerung des Trainingsbelastung
  • Falsche oder abgetragene Schuhe
  • Häufiges Springen und Landen
  • Läufer mit vermehrter Pronation (Plattfuß), hauptsächlich den Vorfuß belasten oder mit Spikes laufen erleiden häufig ein Schienbeinkantensyndrom

Therapie:

  • Trainingsunterbrechung und Ersatz durch Ergometertraining und Schwimmen. Fersenbelastung beim Radfahren vermeiden.
  • FDM
  • Kinesiotape
  • Fußgewölbetraining
  • Dehnung der Wadenmuskulatur, später Kräftigung als Prophylaxe

Wenn Schmerzen trotz konservativer Therapie weiterbestehen, sollte ein Kompartmentsyndrom und eine Streßfraktur ärztlich abgeklärt werden.

 

 

 

 

 

 

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Schienbeinkantensyndrom (Shin Splint) . Erstellungsdatum: 26. Februar 2015, Letzte Aktualisierung: 07. Juni 2017.
Autor: Jakob Eschwé, Physiotherapeut bei Team Physios . Adresse: Kreuzgasse 37/2, Wien 1180, Österreich.

 
 

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