Plicasyndrom

Alle Gelenke des menschlichen Körpers, wie auch das Kniegelenk, werden von einer dünnen, glatten Haut (Synovialhaut) ausgekleidet. Diese produziert die Gelenkflüssigkeit, versorgt den Knorpel mit Nährstoffen und vermindert die Reibung im Gelenk. Am Ende der Embryonalentwicklung bildet sich diese Membran üblicherweise vollständig zurück und ermöglicht dadurch eine größere Bewegungsfreiheit im Kniegelenk. Bei 50-70% der Erwachsenen bleibt jedoch eine Falte (=Plica) bestehen, die am Gelenkknorpel reiben kann und ihn dadurch abnützt, oder auch im Gelenk einklemmt.

Ursachen:

  • direktes Anpralltrauma
  • indirektes Distorsionstrauma (Zerrung)
  • chronische Überbelastung (Laufen, Radfahren, Stepper)

Symptome:

Viele Menschen mit einer Plica sind beschwerdefrei. Schwillt die Plica jedoch an und wird zu einem derben Bindegewebsstrang kann es zu Problemen kommen.

  • Schmerzen bei Belastung an Innen- oder Rückseite der Kniescheibe (Patella)
  • „Schnappgefühl“ im Kniegelenk in einer bestimmten Gelenksposition
  • „Blockiergefühl“ bei Streckbewegung
  • ähnliche Symptome wie bei einer Meniskusläsion

Diagnose:

  • Röntgen
  • MRT: muss nicht immer einen eindeutigen Befund ergeben
  • Arthroskopie
  • Zohlen Zeichen: kann aber auch Hinweis auf retropatellären Knorpelschaden sein

Therapie:

  • Konservativ: entzündungshemmende, medikamentöse Therapie
  • Schonung
  • Kühlung
  • Um die Gefahr des vermehrten Knorpelabriebes durch die verhärtete Plica möglichst gering zu halten, sollte bei sportlich aktiven Personen eine Operation angestrebt werden.
  • Danach: (Sport-)Physiotherapie

Mehr lesen: Hilfe bei Plicasyndrom

Plicasyndrom . Erstellungsdatum: 27. August 2016, Letzte Aktualisierung: 27. August 2016.
Autor: Jakob Eschwé, Physiotherapeut bei Team Physios . Adresse: Kreuzgasse 37/2, Wien 1180, Österreich.

 
 

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