Knorpelschaden Kniegelenk

Das Kniegelenk ist vereinfacht ausgedrückt ein „Scharnier“ und deren Gelenkflächen sind mit hyalinem Knorpel überzogen. Dieser Knorpeltyp ist mit hoher Druckfestigkeit ausgezeichnet. Schäden am Knorpel entstehen meistens durch abrupte Stöße oder in Zusammenhang mit anderen Knieverletzungen. Sie reichen von Prellungen bis zu Absprengungen von Knorpel- und/oder Knochenanteilen.

Ursachen:

  • Unfall
  • übermäßige Beanspruchung
  • Achsenfehlstellungen (X-Bein, O-Bein)
  • Fehlstellung der Kniescheibe
  • rheumatische und entzündliche Erkrankungen
  • Alterungsprozesse
  • Übergewicht

Diagnostik:

  • Anamnese
  • Röntgen
  • MRT

Symptome:

Das Ausmaß der Beschwerden der Patienten richtet sich nach Größe, Lokalisation und Tiefe des Knorpelschadens. Betroffene klagen über Schmerzen, anfangs nur unter Belastung, später auch im Ruhezustand, „Bamstigkeit“, Schwellung (Kniegelenkserguß, Bakerzyste), Funktionseinbußen oder Verformung des Gelenks.

Man klassifiziert den Stärkegrad des Knorpelschadens mit Grad 0 bis 4. Das Ausmaß der Beschwerden des Patienten muss allerdings nicht immer mit dem Ausmaß der Veränderung im Gelenk korrelieren.

Therapie:

Hyaliner Knorpel kann nur in sehr geringem Umfang regenerieren. Das liegt daran, dass der Knorpel nicht durch Nervenzellen und Blutgefäße versorgt wird, die aber für einen Heilungsprozess von Bedeutung sind.

  • Vermeiden von Risikofaktoren: Übergewicht, belastende Sportarten (Stop and Go), Fehlstellungen
  • Einlagenversorgung
  • Physiotherapie
  • Athroskopie: danach ist unbedingt eine 2 wöchige Entlastung und anschließende Physiotherapie unerlässlich
  • Knieprothese

 

 

Die Gleitflächen jedes Gelenkes sind mit hyalinem Knorpel überzogen. Dieser Knorpeltypus zeichnet sich durch eine hohe Druckbelastung, aber geringe Reißfestigkeit aus.

Ursachen: für Schäden am Knorpelbelag

  • Unfälle
  • übermäßige Beanspruchung
  • Fehlbelastung bestimmter Knorpelareale durch Achsenfehlstellung an Ober- und/oder Unterschenkel
  • Fehlstellung der Kniescheibe
  • rheumatische/entzündliche Krankheiten
  • andere Faktoren

Symptome:

  • belastungsabhängige Schmerzen, teilweise auch Ruheschmerz
  • „Bamstigkeitsgefühl“ im Kniegelenk durch einen Gelenkserguß

Diagnose:

  • MRT
  • Arthroskopie

Gradeinteilung:

  • Grad 1: Blister (Blasenbildung, Erweichung)
  • Grad 2: Teddybear (Teddybär)
  • Grad 3: Crab meat (Krabbenfleisch)
  • Grad 4: Moon (Mondlandschaft)

Therapie:

Bei jungen Patienten ist eine Operation des verletzten Knorpels empfehlenswert. Bei ausgeprägten Verletzungen kann die Bildung von Ersatzknochen durch Anbohren des Knochens an der verletzten Stelle (Pride-Bohrung) gefördert werden. Postoperativ ist eine Entlastung mit Krücken angezeigt und danach wird mittels Physiotherapie die ursprüngliche Beweglichkeit und Belastbarkeit wieder hergestellt.

Mehr lesen: Hilfe bei Knorpelschaden Kniegelenk

Knorpelschaden Kniegelenk . Erstellungsdatum: 04. Juni 2015, Letzte Aktualisierung: 27. August 2016.
Autor: Jakob Eschwé, Physiotherapeut bei Team Physios . Adresse: Kreuzgasse 37/2, Wien 1180, Österreich.

 
 

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